Quinoa-Paprika auf Green-Smoothie-Risotto

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Für die vegane Küche bieten sich allerlei Körner, Saaten Hülsenfrüchte und dergleichen an, und nicht selten werde die von der Bio-Marketing-Maschinerie dann flugs zum neuen Wunderkorn erhoben. Quinoa gehört ebenfalls dazu – auch so ein Urkorn der Inkas mit einer fantastischen Liste heilsamer Inhaltsstoffe. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon erklärte das Jahr 2013 gar zum “Quinoa-Jahr”. Hat vielleicht mal jemand darüber nachgedacht, dass die Inkas vielleicht gar keine tollen Bauern, Agrarexperten oder gar Ernährungstrophologen waren? Irgendeinen Grund muss es ja haben, dass sie ausgestorben sind…

Aber Scherz beseite: Für eine ausgewogene vegane Ernährung ist das glutenfreie Pseudogetreide (weil botanisch kein Getreide) durchaus eine Bereicherung. Man muss es nur lecker verpacken.

Und dieses Rezept verarbeitet noch einen zweiten Klassiker der veganen Ernährung: den grünen Smoothie. Bei uns geht das meistens so: Morgens mixen wir uns voller Elan eine ganze Mixer-Ladung grünen Smoothie, wobei meine Freundin genussvoll zwei Gläser wegschlürft*, während ich nach spätestens eineinhalb Gläsern Ermüdungserscheinungen zeige. Es bleibt also locker ein Glas übrig, das man dann zukunftsoptimistisch im Kühlschrank zwischenparkt. Erstaunlicherweise hat aber dann abends keiner mehr Lust auf kalten, abgestandenen Smoothie.

* Natürlich schlürft sie nicht, sondern trinkt stilvoll-gesittet!

Zutaten

für 4 Portionen

Paprika 200 g Quinoa
2 1/2 große Paprikaschoten
2 Zwiebeln
150 g Gemüseaufstrich (aus dem Glas), z.B. “Arrabitom”
2 EL Tomatenmark
3 EL Öl
1 TL Paprikapulver
nach Geschmack Salz, Pfeffer
Risotto 200 g Risotto-Reis
1 Zwiebel
1/2 Paprikaschote
1/4 Liter Gemüsebrühe
1/4 Liter Grüner Smoothie (z.B. aus Apfel, Banane, Gurke, Salat, Kohlrabi, Staudensellerie, Ingwer)
3 EL ÖL
nach Geschmack Salz, Pfeffer

Zubereitung

1 Den Quinoa nach Packungsanleitung gar kochen. Kurz vor Ende die feingeschnittenen Zwiebeln, die gewürfelte halbe Paprika, den Gemüseaufstrich und die Würzzutaten unterrühren.
2 Die Paprikas der Länge nach halbieren, möglichst so, dass sie selbstständig stehen/liegen. Mit der Quinoa-Masse füllen, und in einer Auflaufform bei 220 Grad im Ofen 15 – 20 Minuten backen.
3 Für das Risotto die Zwiebel und die halbe Paprika würfeln und in Öl anbraten, bis die Zwiebeln glasig werden. Risottoreis hinzugeben, kurz mit anbraten.
4 Dann 3-4 Esslöffel Brühe hinzugeben, stetig rühren, bis die Flüssigkeit vom Risotto aufgenommen ist, wieder Brühe hinzugeben, und so weiter. Wenn die Brühe aufgebraucht ist, mit dem Smoothie weitermachen. Insgesamt dauert das so ca. 30 Minuten. Wichtig ist das ständige Rühren. Zum Schluss abschmecken.

Fazit

Ich für meinen Teil finde “naturbelassenen” Quinoa ein wenig zu fade – deswegen wird er hier zur Füllung aufgepeppt. Hauptgeschmacksgeber ist dabei der verwendete Aufstrich. Bei mir waren es zwei übrige, halbvolle Gläser mit Tomatencreme und Auberginencreme. Sicherlich ausgezeichnet passt auch der Aufstrich “Arrabitom” von Zwergenwiese. Wer den Quinoa noch weiter auflockern will, kann noch mehr Gemüse, Tofu oder Sojagranulat untermengen.

Ausserdem ist das Rezept perfekt geeignet, um Smoothie-Reste zu verwerten. Ein veganes Risotto im klassischen Stil ist mangels Käse sowieso unmöglich – warum also nicht aus der Not eine Tugend machen, und eine andere Geschmackskomponente einbringen? Wenn der Smoothie dabei ursprünglich eher süß-obstig war: kein Problem, das passt trotzdem.

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