Mandel-Leinsamen-Burger (vegan)

Mandel-Leinsamen-Burger

Über die Weihnachtsfeiertage hatte ich Gelegenheit und Muße, mich in ein paar Konzepte und Rezepte zu vertiefen, darunter das der Thrive-Ernährung des kanadischen veganen Triathleten Brendan Brazier. Für all jene, die sich mit veganer Ernährung im Zusammenhang mit (Leistungs-)Sport auseinandersetzen, ist der Name alles andere als neu – für mich war er es.

Kerngedanke ist es, nur Lebensmittel zu verzehren, die keinen “Stress” verursachen, und die wenig Energie für die Verdauung brauchen – damit mehr für die (sportliche) Leistung zur Verfügung steht. Ich bin nicht ganz sicher, ob ich dem Theoriekonzept so recht folgen mag, aber das Ergebnis ist in jedem Fall sehr konform zu allen aktuellen Ernährungstrends- und ratschlägen: Wenig Kohlenhydrate, keine potentiellen Allergene (Weizen, Soja), keine (raffinierten) Zucker, dafür viel Gemüse und Obst, viele Nüsse und Samen, dazu Pseudogetreide (Hirse, Amaranth, Quinoa) und Superfoods (Acai, Chlorella, Spirulina, Chia, etc.). Und möglichst vieles davon roh.

Dieses Rezept ist angelehnt an eines aus Brendans Buch “Vegan in Topform”, aber erweitert um ein paar nicht ganz so rohe Zutaten und eine etwas ausgefeiltere Komposition (bei Brendan gibt’s das Pattie ohne weiteren Schnörkel, allenfalls mit einem Salat).

 

Zutaten

für 2 Portionen

Pattie 160 g Mandeln
6 EL Leinsamen
1/2 Knoblauchzehe
2 EL Kokosöl oder Hanföl
1 EL Aceto Balsamico
1 EL Teriyaki-Soße
nach Geschmack Salz, Pfeffer
Schichten 300 g Mangold
1 EL Gemüsebrühe (Pulver)
1/4 Gurke
1 Zwiebel
100 g Champignons
2 EL Öl
nach Geschmack Senf, Ketchup, Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

1 Mandeln, Leinsamen und geschälten Knoblauch fein mahlen (am besten in einer Kaffemühle). Mit den restlichen Pattie-Zutaten mischen und zu zwei Patties formen. Falls die Masse zu trocken ist: vorsichtig Wasser zugeben.
2 Mangold putzen, klein schneiden, und zuerst in etwas Öl anbraten, dann mit etwas Wasser aufgiessen und mit der Gemüsebrühe weich köcheln – am Ende sollte möglichst wenig Flüssigkeit übrig bleiben.
3 Zwiebel schälen und in Ringe schneiden, Pilze säubern und in Scheiben schneiden. Beides in einer Pfanne mit Öl goldbraun braten.
4 Die verschiedenen Komponenten schichten: Zuunterst der (möglichst trockene) Mangold, dann das Pattie, darauf Senf und Ketchup, dann die Gurken, gefolgt von den Zwiebeln, zuletzt die Pilze.

 

Notizen

  • Das Pattie wird nicht gebraten oder anderweitig gegart. Schmeckt erstaunlich lecker, und anders, als man erwarten würde. Natürlich könnte man es braten oder backen, aber dann ginge der Rohkost-Effekt (Enzyme!) verloren.
  • Für die weiteren Schichten kann man natürlich auch diverse andere Zutaten verwenden – auch die Reihenfolge ist eher der höchstmöglichen Stabilität geschuldet.
  • Als Beilage gibt es hier ein Gemüse aus Kaiserschoten und Tomaten, gegart in etwas Gemüsebrühe. Das ist natürlich ebenfalls variabel, aber da der Burger eher kalt ist, wollte ich eine warme Beilage.
  • Wer in seiner Kaffemühle auch Kaffee mahlt, der sollte den Knoblauch vielleicht eher von Hand klein schneiden und nicht mit mahlen.

 

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