Kastanien-Feigen-Creme (vegan)

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Tja, das Bild zu diesem Posting könnte fast alles zeigen, zum Beispiel meine vegane Leberwurst, oder auch nur einen gewöhnlichen käuflichen Aufstrich. Hier rächt sich, dass ich fototechnisch nicht so sehr zur Inszenierung mit Zutaten und Beiwerk neige. Es handelt sich um: Kastanien-Feigen-Creme. Und sie schmeckt super!

Geboren ist sie eigentlich aus den Not heraus. Im Herbst ist traditionell Marmeladen-Zeit, eigentlich permament könnte ich Zwetschgen-Marmelade produzieren. Allerdings wär das ein bisserl fad, als muss was Neues her. Dummerweise ist es aber Mitte November, und da wächst an den heimischen Obstbäumen nicht mehr viel. Bei uns am Bodensee hängen sogar noch ein paar verspätete Äpfel, aber Marmelade im eigentlichen Sinn kann man daraus auch nicht machen. Und Marmelade aus marrokanischen Himbeeren oder sudanesischen Rhabarber muss ja auch nicht sein.

Das einzige, was ich an halbwegs regionalen Zutaten noch auftreiben konnte, waren Kastanien. Die erinnerten mich natürlich an die tradtionellen Vermicelli, zu denen ich ein gespaltenes Verhältnis habe: Als Kind habe ich aus der Tube meistens soviel davon gegessen, dass mir danach regelmäßig schlecht war. Also muss wenigstens ein bisschen Variation sein.

Zutaten

für 8 Gläser á 200 ml

1 kg Esskastanien
200 g weiche, getrocknete Feigen
100 g weiche, getrocknete Aprikosen
200 ml Rotwein
1 Limette
1/2 TL Vanillemark oder Gewürz
2 TL Agar-Agar

 

Zubereitung

1 Kastanien kreuzweise einschneiden und im Backofen bei 200 Grad ca. 20 Minuten backen, bis die Hülle aufplatzt. Abkühlen lassen, und die harte Schale entfernen.
2 Kastanien, Feigen, Aprikosen, Rotwein, Saft der Limette und die Vanille im Mixer so fein wie möglich pürieren. Je nach Mixer muss man die Masse in mehrere Portionen aufteilen; es empfiehlt sich auch, die Masse mit Wasser so weit wie nötig zu verdünnen. Sie sollte aber stets dickflüssig bleiben.
3 Nun in einem Topf unter ständigem Rühren erst aufkochen, dann eine halbe Stunde lang köcheln. Das Agar-Agar nach Anweisung untermengen.
4 Gläser abkochen, und die Creme einfüllen. Verschließen und bis zum Abkühlen kopfüber lagern.

Fazit

Feiner, milder, deutlich kastaniger Geschmack. Geht sowohl als süß wie auch als herzhaft durch. Eignet sich als Brotaufstrich. Weitere Verwendungsideen: Als Basis für eine weihnachtliche Bratensoße, oder entsprechend portioniert als Eis. Natürlich auch hervorragend als vorweihnachtliches Geschenk geeignet.

Man muss bei den Kastanien übrigens nicht die innere, dünne Schale entfernen, was sehr aufwändig sein kann – mein Mixer hat sie perfekt püriert.

Im Bild oben habe ich die Schnitte noch mit etwas Chia-Samen-Topping bestreut.

 

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