Beeren-Mascarpone-Dessert (vegan)

beeren-mascarpone-dessert

Wer meine Rezepte hier aufmerksam verfolgt hat, dem ist sicherlich nicht entgangen, dass ich ganz gerne die Rezepte von Christian Jürgens aus dem Kochquartett des SZ-Magazin veganisiere.

So auch diesmal, wobei es vielleicht eher in die Kategorie “Als Tiger gesprungen, als Bettvorleger gelandet” gehört. Warum?

Für das familiäre Weihnachtsmenü hatten wir uns vorgenommen, das Dessert beizusteuern, in Form einer Spekulatius-Rumtopf-Torte, im Original hier nachzulesen. Natürlich haben wir uns keine allzu großen vorbereitenden Gedanken gemacht, sondern sind am 24.12. zum Zutatenkauf aufgebrochen. Relativ schnell stellte sich heraus, dass man Rumtopf nicht fertig kaufen kann – zumindest nicht in all den Läden, in denen wir gesucht haben. Gibt es das überhaupt als Fertigprodukt? Oder muss man da tatsächlich den ganzen Sommer über die eigenen Gartenfrüchte einlegen? Nun gut, der Rumtopf wurde durch eine tiefgefrorene Beerenmischung ersetzt, die wir notdürftig noch ein paar Stunden mit ordentlich Rum angesetzt haben. Als wir dann das Nudelholz schwingend zu Werke gingen, stellte sich auch noch heraus, dass die gekauften Spekulatius gar nicht vegan waren – quel malheur! Wir hatten zwar selbst gemachte Spekulatius in unserem eigenen Plätzchensortiment (Rezept folgt!), aber nicht mehr genug. Also wurde der Spekulatius-Teig durch einen improvisierten Mürbteig ersetzt. Für die mittlere Schicht war Mascarpone vorgesehen, den gibt es natürlich sowieso nicht vegan, und so wurde der plangemäß durch veganen Sauerrahm und vegane Schlagsahne ersetzt. Von der originalen Spekulatius-Rumtopf-Torte mit Mascarpone war also kein namensgebender Bestandteil mehr übrig. Dazu kam, dass die Sahne so gar nicht steif wurde, und wir generell mit zuviel Agar-Agar nachgeholfen haben, weshalb die ganze Torte dann doch sehr schnittfest ausfiel.

Die Idee dieses Rezepts hat uns aber nicht losgelassen, und so haben wir es an Sylvester ein zweites Mal versucht, dieses Mal als Schichtdessert. Und ohne Spekulatius, Weihnachten ist ja vorbei. Und ohne Rumtopf. Und ohne Mascarpone. Aber trotzdem sehr, sehr, lecker. “Ist-wirklich-nichts-mehr-da?”-lecker.

 

Zutaten

für 4 Portionen

Teig 150 g trockene Kekse (z.B. Dinkel-Anis-Kekse)
100 g Margarine (weich)
1/2 Abrieb einer halben Zitrone
1 Msp. Zimt
Mascarpone-Creme 200 g veganer Sauerrahm (z.B. Soyanada-Sauerrrahm)
250 g vegane Mandel-Schlagcreme (z.B. von Soyanada)
1 Vanilleschote
4 Pk. Vanille-Zucker
Beeren-Schicht 200 g frische oder tiefgefrorene Beeren (Himbeeren, Waldfrüchte)
100 ml Kirschsaft
1 Pk. Tortenguss rot
4 EL Cherry Heering Kirschlikör
50 g Zucker
nach Geschmack Gewürze wie z.B. Zimt, Anis, Kardamon, Orangenschale, Nelke

 

Zubereitung

1 Kekse zerbröseln, mit der Margarine zu einem Teig kneten, in die Böden der Dessertschalen drücken.
2 Sauerrahm und Schlagcreme vermischen, Vanillemark und Vanillezucker unterrühren. Ebenfalls in die Schalen verteilen. Ca. 1 Stunde kaltstellen.
3 Beeren, Saft und Zucker vorsichtig köcheln, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Kirschlikör und Gewürze zugeben. Den Tortenguss nach Packungsanleitung unterrühren.
4 Die Beerenmasse auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, dann als oberste Schicht in die Dessertschalen füllen. 4 Stunden kalt stellen.

 

Notizen

  • Die Killer-Zutat in diesem Rezept ist die Mandel-Schlagcreme. Ein tolles Produkt! Schmeckt sehr fein, und ist vor allem schön fest, aber zugleich cremig. Deswegen braucht die Mascarpone-Schicht gar keine zusätzlichen Hilfmittel für die Steife.
  • Die Gewürze für die Beeren-Schicht braucht man nicht unbedingt – das ist vor allem eine Option für den weihnachtlichen Touch. Man könnte auch bei den originalen Spekluatius bleiben, oder der Keks-Schicht mit ein bisschen Lebkuchengewürz nachhelfen.

 

Kommentare

  1. christel reil meint

    Das Dessert hat meinen Gästen sehr gut geschmeckt und das soll ich Dir Wolfgang so zurückmelden. Die Schlagcreme habe ich gefunden, wobei die Mandeln erst auf der Zutatenliste aufgeführt waren. Aber sie ist wirklich sehr gut. Da mir die Zeit davonlief, habe ich die Himbeeren einfach auf die Creme und einen Schuß Likör dazu, war auch gut. Aber Deine Gußvariante will ich noch ausprobieren. Die Kekse waren übrigens noch Eure Bröselkekse, da war ich großzügig. Herzlichen Dank für Euer Rezept, bis bald Christel

  2. Sanni meint

    Hallo, dass Rezept ist wirklich sehr lecker. Habe nach veganer Mascarpone gesucht und habe es so gefunden. Habe ich das richtig verstanden, dass man erst die Mandel Schlagcreme noch steif schlagen muss und dann mit dem Sauerrahm mischt oder ist die Schlagcreme schon fertig geschlagen?

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