About

Herzlich willkommen in meinem kleinen privaten Blog zum Thema vegane & nachhaltige Ernährung.

Über mich

Meine Name ist Wolfgang, ich bin ergo männlich. 35 Jahre (gilt zumindest für das letzte Viertel des Jahre 2013). Ich arbeite für eine gemeinnützige, wissenschaftsorientierte Organisation am Bodensee. Mein Interesse an leckerem Essen besteht schon seit vielen Jahren, und ich habe für kurze Zeit auch ein Blog dazu gepflegt. Mitte des Jahres habe ich mich aber der veganen Ernährung zugewandt, was in der Folge die Ausrichtung des Blogs ein wenig verändert hat, so dass ich es unter neuem Namen neu aufgesetzt habe.

Warum ein Blog?

Gute Frage, immerhin gibts definitiv schon genug andere. Das Vorgängerblog (mit dem schönen Namen “vollmundig“) war vor allem meine eigene kleine Rezeptesammlung. Außerdem haben mich immer mal wieder Freunde nach Rezepten gefragt, und ein Blog ist da eine einfache Möglichkeit des Austausches. Nach zwei Jahren bloggen hatte ich glaube ich so etwa 10 Follower, aber letztlich war es mir auch immer relativ egal, ob das jemand lesen würde. Die Rezeptesammlung meiner Mutter hat ja auch nie jemand gelesen (außer ihr und mir). Dieses Blog, vallegro, ist ein wenig auf größere Leserschaft ausgelegt, weniger wegen neu entfachten Sendungsbewusstseins, aber weil ich doch denke, dass die Erfahrungen des Umstiegs auf vegane Ernährung auch für andere interessant sein können.

Wieso plötzlich vegan?

Tatsächlich habe ich mich, inklusive der Muttermilch- und Babybrei-Phase 35 von bisher 35 Jahren “ganz normal”, also unter Verzehr von Fleisch und anderen Produkten, ernährt. Mehrere Faktoren gaben den Ausschlag für einen Wandel:

  1. Meine Freundin, mit der ich seit einer Weile zusammen bin, ist Vegetarierin, und die gemeinsam gekochten Gerichte waren demnach sowieso vegetarisch.
  2. Die gesellschaftliche Debatte über Tierhaltung, Fleischproduktion, etc. ist auch an mir nicht vorbei gegangen.
  3. Mit 35 sollte man vielleicht langsam anfangen, ein wenig über seine Gesundheit nachzudenken – ab jetzt geht’s richtig bergab, aber mit ein paar guten Strategien kann man den Verfall vielleicht eine Weile hinauszögern.
  4. Eine gute Freundin von mir hat ganz erstaunliche, unmissverständliche Erfahrungen mit dem Zusammenhang zwischen veganer Ernährung und Autoimmunerkrankungen gemacht. Außerdem schwärmte sie mir stets von der 30-Tage-Challenge von Attila Hildmann vor.
  5. Bei einem “Betriebsauflug”, der uns auf eine Alm führte, und eigentlich die Alpenidylle in voller Pracht und Unschuldigkeit vermitteln sollte, wurde mir klar, dass Tierhaltung zur Nahrungsmittelproduktion auch im besten Fall (also keine Massentierhaltung, dafür Alpenwiesenkräuter satt) dennoch ein erschreckendes Maß an Ausbeutung und Mißhandlung beinhaltet.

Und jetzt volle Kanne?

Nun, einerseits sind die ethischen Argumente, wenn sie einmal für sich akzeptiert hat, relativ deutlich in ihren Konsequenzen: Keine tierischen Produkte mehr. Allerdings wende ich zwei Einschränkungen an:

  1. Ich will kein dogmatisch-nerviger Apostel mit Rastalocken und Zimtlatschen werden. Ich will niemanden missionieren, der nicht missioniert werden möchte, und ich will anderen Menschen mit meinen Entscheidungen nicht zur Last fallen. Ich werde also keine Gastgeber zu besonderen Anstrengungen zwingen, nur damit ich meinen Tofu kriege.
  2. Ich habe ein gewisses Maß an beruflichen Verpflichtungen und Dienstreisen zu absolvieren. Da werde ich auch nicht pausenlos meine Tupperbox mit Paprikastreifen mit mir rumtragen, um beim Galadinner dann meine “Extrawurst” zu zelebrieren. Wenn es also auf meinem vegetarischen Gerichte ein paar Käsespäne gibt, werde ich sie essen, und ich werde beim Frühstücksbuffet nicht das Personal über die Zutaten der angebotenen Brötchensorten befragen, nur damit sie auch ja aus zertifiziertem Demeter-Bio-Vollkornmehl und fair gehandelter Hefe bestehen.

Nur noch kurz die Welt retten

Ein wenig habe ich mir auch vorgenommen, das Thema “nachhaltige Ernährung” zu beleuchten – also beispielsweise die Zusammenhänge zwischen Lebensmittelherstellung und Klimafolgen, soziale Aspekte der Lebensmittelproduktion, oder Umweltschutzüberlegungen. Dies wiederum (hoffentlich) relativ nüchtern, sachlich und kritisch – denn Menschen, die Kuhhörner im Boden vergraben und ihr Wasser bei Mondschein dreimal rechstrum umrühren verabscheue ich mindestens so sehr wie gedankenlose Metzger.